Fußball-Stadtmeisterschaft: Der SV Büderich erreichte gestern das Halbfinale.

Pascal Tepass hatte seine gute Laune nicht eingebüßt. Der Trainer des Fußball-B-Ligisten SV Ginderich scherzte am Rande mit seinen wenigen Auswechselspielern und beobachtete das Geschehen auf dem Rasen trotz des Ergebnisses eher mit Wohlwollen. "Für mich war die positive Einstellung auf dem Platz wichtig und dass die Spieler füreinander kämpfen. Beides wurde umgesetzt", sagte der Coach. Da fiel für ihn auch die Unterlegenheit nicht so sehr ins Gewicht. Der Gastgeber der Stadtmeisterschaft kassierte im Viertelfinale gegen den Bezirksligisten SV Bislich eine 0:5 (0:3)-Niederlage.

Von Beginn an sahen die Zuschauer Einbahnstraßen-Fußball. Es ging nur in Richtung des Gindericher Schlussmanns Tim Florian. Sein Gegenüber Sven Sextro verlebte einen geruhsamen Abend. Bis auf ein paar Rückgaben blieb der Keeper beschäftigungslos. Nicht einen Schussversuch des SVG hatte er zu entschärfen, eine Annäherung an sein Tor gab's während der 70 Spielminuten ebenfalls nicht. "Es ist halt ein Zwei-Klassen-Unterschied, diese Überlegenheit habe ich erwartet", meinte Tepass. "Wir verkaufen uns noch relativ gut." Marc Ressel (6.), Sebastian Weinkath (10.), Sabri Bulut (15.), Harutjun Kodak (37.) und erneut Bulut (53.) erzielten die Treffer. Dabei beließ es der SVB gegen weiterhin kämpfende Gindericher dann auch. Ein bisschen mehr Konsequenz im Abschluss, dann wäre ein zweistelliges Resultat schon sehr nahe gekommen.

Der SV Büderich hingegen überraschte im Anschluss und erreichte durch einen 1:0 (0:0)-Erfolg über den PSV Lackhausen das Halbfinale. Marius Ploch traf (40.). Ein ausführlicher Spielbericht ist in der morgigen Ausgabe zu lesen.

Quelle: RP

Klarer 9:0-Erfolg gegen den SuS Wesel-Nord
 
Der SV Büderich ist das achte Team, das ab Dienstag die Viertelfinalspiele um die Weseler Stadtmeisterschaft bestreitet. Auf der Anlage des ausrichtenden SV Ginderich setzte sich der B-Liga-Aufsteiger in der Qualifikation gegen den C-Ligisten SuS Wesel-Nord mit 9:0 (3:0) durch. Sascha Ströter (3), Philipp Pähler (2), Michael Treptow, Marius Ploch, Daniel van Husen und Jan Satzinger trafen. "Wichtig war, dass wir zu Null gespielt haben und es keine Verletzten gab", sagte Büderichs Trainer Stefan Tebbe. Weniger Gefallen an der Partie fand Coach Wolfgang Ziegner vom SuS Wesel-Nord: "Das hat mir teilweise schon die Sprache verschlagen. Das war richtig träge, da habe ich viel Arbeit vor mir."

 Für den SV Büderich geht es bei der Stadtmeisterschaft am Mittwoch, 27. Juli, ab 20.30 Uhr mit dem Viertelfinale gegen den PSV Wesel II weiter. Aber nach Meinung von Tebbe unter erschwerten Bedingungen: "Wir haben bis Dienstag Schützenfest in Büderich und von den 23 Spielern sind 21 dabei. Ich lasse mich überraschen, wie die Spieler aussehen, wenn wir uns am Mittwoch vor der Partie treffen."

Im ersten Viertelfinale am Dienstag, 26. Juli, gibt es das B-Liga-Duell zwischen dem Weseler SV und GW Flüren ab 19 Uhr. Um 20.30 Uhr stehen sich Wesel Anadolu Spor und Viktoria Wesel gegenüber. Das erste Spiel am Mittwoch, 27. Juli, bestreiten der SV Bislich und der Ausrichter SV Ginderich ab 19 Uhr.

Quelle: RP

Mit dem Qualifikationsspiel zwischen dem SuS Nord und dem SV Büderich wird heute, 19.30 Uhr, die Weseler Fußball-Stadtmeisterschaft eröffnet. Die Titelkämpfe werden vom SV Ginderich, der sein 90-jähriges Bestehen feiert, auf der Anlage am Papenweg ausgerichtet. 

Der SV Büderich, Aufsteiger in die Kreisliga B, geht mit einigen personellen Problemen in die Auftakt-Partie. "Wie ich hier neu gelernt habe, sind am Donnerstag quasi alle meine jungen Spieler aus dem Dorf zur Rekrutenausbildung für das Schützenfest in Büderich unterwegs. Deshalb kann ich noch gar nicht genau sagen, was für eine Mannschaft wir aufbieten können. Aber wir würden schon gerne das Viertelfinale erreichen", sagt der Büdericher Trainer Stefan Tebbe.

C-Ligist SuS Wesel-Nord wird mittlerweile vom kommissarischen Abteilungsleiter Wolfgang Ziegner trainiert. Ziegner ist dabei, nach zahlreichen Abgängen eine neue Mannschaft aufzubauen. Der Sieger der heutigen Partie trifft am Mittwoch, 27. Juli, 20.30 Uhr, im Viertelfinale auf Landesligist PSV Wesel. (an)

Quelle: RP

Der SV Ginderich feiert sein 90-jähriges Bestehen. Vorsitzender Georg Lörcks kann einige Anekdoten aus der Geschichte des Clubs erzählen, der gut aufgestellt ist, weil er mit Erfolg auch auf die Karte Breitensport setzt. Von Ralf Pollmann

Georg Lörcks kennt große Teile der Vereinsgeschichte. Der aktuelle Vorsitzende des SV Ginderich gehört dem Club seit 1962 an. Kein Wunder, dass der 63-Jährige über etliche Anekdoten zu berichten weiß, die er am kommenden Sonntag auch zum Besten geben will. Der Anlass ist ein runder Geburtstag. Der SV Rheinkraft Ginderich feiert sein 90-jähriges Bestehen. Fußballbegeisterte riefen im Frühjahr 1926 den Verein ins Leben, der zu Beginn noch den Namen DJK Ginderich trug.

Zur Kirmes in Ginderich trug das Fußball-Team noch im selben Jahr sein erstes Spiel aus. Gegner war eine Mannschaft aus Kevelaer. Ottens Weide diente als Spielfeld. Dort trafen sich die Kicker aber nur zu den Partien. Training war damals gänzlich unbekannt. Von der B-Klasse ging es über die A- bis zur Gau-Klasse, ehe der Spielbetrieb 1931 zum Erliegen kam. Später wurden die DJK-Vereine dann verboten. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebte der Sport wieder auf. In der Gaststätte Tenhaef erfolgte 1946 die Gründung des SV Rheinkraft Ginderich.

Der fand zunächst auf dem Platz An der Heidekuhle eine Heimat, 1955 folgte der Umzug zur Anlage zwischen dem Papenweg und Am Honigacker. Neben der Grundschule entstand 1964 eine kleine Turnhalle, die vom Club genutzt wurde. In direkter Nachbarschaft wurde ein Ascheplatz gebaut, der 1978 eingeweiht wurde. Die Zahl der Mitglieder wuchs in der Zeit immer mehr an, erstmals zählte der Club mehr als 600 Sportler. Die Interessen verlagerten sich, der Breitensport gewann immer mehr an Bedeutung beim SV Ginderich.

2001, als das 75-jährige Bestehen gefeiert wurde, waren 721 Sportler im Verein aktiv. Nur wenig später gab es die ersten Gespräche über eine Kooperation im Bereich Jugend-Fußball mit dem Lokalrivalen SV Büderich. Eine Spiel-Gemeinschaft wird aber erst jetzt, zur neuen Saison, installiert. "Der Vertrag ist unterschrieben", sagt der Gindericher Vorsitzende.

Wie viele Teams die SG Büderich/Ginderich bei der Jugend in den Spielbetrieb des Fußball-Kreises Moers schicken kann, dies wird sich allerdings erst nach den Ferien entscheiden. Für Georg Lörcks ist die Konkurrenz aus Veen, Menzelen und Sonsbeck bei den Nachwuchskickern klar im Vorteil. "Wir haben ein riesiges Problem, weil diese Vereine in der Nachbarschaft Kunstrasenplätze haben. Diese Entwicklung hat die Stadt Wesel total verpennt", sagt der Vorsitzende.

In dem derzeit 630 Mitglieder zählenden Verein entwickelte sich der Breitensport zu Beginn des neuen Jahrtausends immer besser. Dieser Trend hält 2016 an. 15 Gruppen existieren außerhalb des Fußballs, hinzu kommt noch Tischtennis. Auf einer Boule-Bahn frönen die Gindericher einer der Lieblingssportarten der Franzosen. "Als Verein sind wir gut aufgestellt. Allerdings glaube ich, dass wir bei den Fußballern auch im Seniorenbereich in den kommenden Jahren mit einem anderen Verein eine Spiel-Gemeinschaft bilden müssen", sagt Lörcks.

Davon haben sicherlich nicht viele eine der Kuriositäten in der Geschichte des Clubs miterlebt, deren Zeuge Georg Lörcks als Kind war. Mitte der 60er-Jahre kickte der SV Ginderich auf eigener Anlage in der Kreisliga A gegen den TuS Fichte Lintfort. Der Gastgeber gewann die Begegnung mit 1:0. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn es nicht diesen seltsamen Torschützen gegeben hätte. Kein Spieler, sondern ein neben dem Pfosten stehender Zuschauer setzte den Lederball ins Netz. Der Schiedsrichter erkannte den Treffer an. "Das gab eine Heidenaufregung. Am Ende musste sogar die Polizei kommen", erinnert sich der heutige SVG-Vorsitzende.

Weniger Aufsehen erregte dagegen die Aktion von Tischtennisspieler Uwe Pieper. Seine Mannschaft lag hoffnungslos zurück, am Sicherungskasten sorgte er für den Ausfall des Lichts. Dies half allerdings nichts. Die Aktion blieb nicht unbemerkt und die Punkte waren doch futsch.
Anekdoten aus der bewegten Geschichte eines 90 Jahre alten Sportvereins.


Kleiner Festakt mit Ehrungen

Programm Seinen 90. Geburtstag feiert der SV Ginderich mit einem kleinen Festakt am kommenden Sonntag. Los geht es um 9.30 Uhr mit einer Messe in einem auf dem Sportplatz aufgestellten Zelt. Ein gemütliches Beisammensein und Ehrungen schließen sich bis 13 Uhr an. Danach gibt es die Vorführung der Tang-Soo-Do-Gruppe, ehe ab 14 Uhr Fußball-Tennis und Jugendspiele anstehen.


Quelle: RP

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Veränderung im Spielplan der Weseler Stadtmeisterschaft für Reserveteams
GW Flüren II war eigentlich in Gruppe A der Weseler Stadtmeisterschaft für Reserveteams gelost worden, kann an den Titelkämpfen aber aus einem nachvollziehbaren Grund nicht teilnehmen. Der Verein meldet gar keine Zweite Mannschaft mehr für den Spielbetrieb. Ersatz wurde aber schnell gefunden. Der PSV Wesel entsendet auch seine Dritte Mannschaft. Gespielt wird am 30. Juli ab 12 Uhr beim SV Rheinkraft Ginderich.
Quelle: FuPa